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Mein Weg – Was mich geprägt hat

Ich bin 1957 geboren und in Lübeck aufgewachsen. Von dort aus lässt sich erzählen, was mich geprägt hat: der Glaube, das Studium, die Familie, ein Abschied und die Arbeit mit Menschen, die bis heute mein Weg ist.

In Lübeck aufgewachsen

Ich bin in der alten Hansestadt groß geworden, voller Geschichte, mit den Kirchen der Backsteingotik, magischen Ecken und Winkeln und der frischen Brise der nahen Ostsee. Dort bin ich mit meinen beiden Brüdern zur Schule gegangen und habe mein Abitur gemacht.

Schon früh habe ich im Kindergottesdienst und in der Kinderstunde der evangelischen Kirchengemeinde erste Berührung mit dem christlichen Glauben gefunden. Dort entstand das feste Fundament meiner persönlichen Glaubensgeschichte. Es trägt mich bis heute.

Studium und ein gemeinsamer Weg

Nach dem Abitur führte mich mein Weg nach Hannover, zum Studium der Sozialen Arbeit und Sozialpädagogik. Ich lernte Matthias Laubvogel kennen. Er studierte Theologie und bereitete sich auf das Pfarramt vor.

1979 heirateten wir. In den folgenden Jahren lebten und arbeiteten wir an verschiedenen Orten innerhalb der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und gründeten gemeinsam eine Familie mit vier Kindern. Es waren bewegte Jahre. Was blieb, waren die Familie, die Kirche und die Orte, an denen wir gelebt und gearbeitet haben.

Abschied und Neubeginn

2006 ist mein Mann nach nur kurzer schwerer Krankheit im Alter von fünfzig Jahren gestorben. Seitdem bin ich verwitwet und gestalte mein Leben allein, aber mit vielen Menschen an meiner Seite.

Dieser Abschied gehört zu meinem Leben. Eigene Erfahrungen mit Trauer und mit einem Neubeginn prägen bis heute meine Arbeit. Nicht als fertige Antwort für andere. Eher als die Erfahrung, dass ein Leben weitergeht und dabei anders wird.

Ich musste mich beruflich wieder neu aufstellen. Mein Weg führte mich vom Diakonischen Werk Hanau, wo ich auf einer Fachstelle für Suchtprävention gearbeitet hatte, ins evangelische Dekanat Wetterau.

Arbeit in der kirchlichen Erwachsenenbildung

Als Sozialpädagogin mit Zusatzqualifikationen in der Erwachsenenbildung habe ich dort einige Jahre als Bildungsreferentin gearbeitet. Seminare, Workshops und Projekte gehörten zu meinen Kernaufgaben, unter anderem für die ehrenamtlich Mitarbeitenden in der Kirche.

Viele Jahre habe ich in der kirchlichen Erwachsenenbildung Menschen begleitet. Diese Arbeit hat mich ebenso geprägt wie die Jahre in der Familie und der Abschied, der danach kam.

Heute unterwegs

Seit 2022 bin ich im Ruhestand. Diese Lebensphase ist für mich sehr spannend. Ich bin weiterhin mit Herzensprojekten unterwegs. Dazu gehören Pilgertouren und Studienreisen mit Biblischen Reisen. Ein besonderes Anliegen sind mir Seminare zum Übergang in den Ruhestand, die ich regelmäßig im Evangelischen Kloster auf dem Schwanberg und in Online-Formaten durchführe.

Außerdem bin ich geistliche Begleiterin, Pilgerbegleiterin, Referentin und Autorin. Auch Lesungen gehören zu dem, was ich heute tue.

Meine große Familie ist mir Rückhalt, Freude und Glück. Inzwischen bin ich sechsfache Großmutter. Auch in dieser Rolle bin ich liebend gerne unterwegs.

Ich bin gerne in der Natur, beim Wandern, Radfahren, Pilgern und Schwimmen. Ich lese und schreibe gerne und sinke auch gerne einmal bei einem guten Film in einen bequemen Kinosessel.

Wurzeln und Flügel

Vor vielen Jahren schenkte mir eine Freundin ein Bild mit dem Titel „Wurzeln und Flügel“. Seitdem begleitet mich dieses Bild als Symbol meines Lebensweges.

Wurzeln stehen für das, was mich trägt: Beziehungen, meinen christlichen Glauben und meine Geschichte. Dazu gehören Lübeck, die frühe Begegnung mit dem Glauben, die Jahre mit Matthias und unseren Kindern, die Trauer und die Menschen, die geblieben sind.

Flügel stehen für Aufbruch, Freiheit und die Offenheit für neue Wege. Ich bin weiter unterwegs, mit Pilgerwegen, mit Seminaren, mit Texten. Beides gehört für mich zusammen und prägt meine Arbeit und die Begegnungen mit Menschen.